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Published 25 Februar 2021

Wie gefährlich ist Wakeboarden wirklich

Wie gefährlich ist Wakeboarden wirklich?

Wakeboarden bringt wie viele weitere Sportarten einige Verletzungsgefahren mit sich, dessen man sich auch stets bewusst sein muss. Kleinere Schrammen, blaue Flecken, aber auch einige Knochenbrüche können entstehen, dies zumeist aber eher im Profibereich oder bei der Verwendung von Obstacles.

Anfänger bleiben meist von Verletzungen verschont, vor allem dann, wenn man einerseits Hinweise des Betreibers ernst nimmt, und andererseits eine passende Ausrüstung trägt. Prallschutzwesten schützen den Oberkörper beim Aufprall auf dem Wasser nach einem Sturz. Der Helm schützt den Kopf, vor allem bei Stürzen durch nachkommende Fahrer, die vielleicht nicht rechtzeitig ausweisen können, oder was durchaus öfter vorkommt, durch leere herunterhängende nachkommende Hanteln.

Schwere Wakeboard Verleztungen Einzelfälle

Nach dem tragischen Wakeboard-Unfall am Wiener Wakeboardlift - einer 41-jährigen Ärztin wurde beim Wakeboarden der rechte Unterarm abgetrennt - gingen die Emotionen hoch. Der Lift wurde vorübergehend gesperrt  um den Unfallhergang genau zu untersuchen. Eine verständliche als auch richtige Vorgehensweise. 

Was passiert ist, ist tragisch – ein trauriges Einzelschicksal. Und natürlich musste genauestens untersucht werden, was zu diesem schrecklichen Unfall geführt hat. Man sollte einfach jedes Anzeichen für einen technischen Mangel zu 100 Prozent ausschließen können. Das sollte auch im Sinne der kompletten Wakeboard-Community sein – einfach, um mit wirklich gutem Gefühl weiterzumachen können. In diesem Fall hat die Behörde ermittelt und eine Fahrlässigkeit durch den Betreiber wurde ausgeschlossen.

Zwar bestehen in der Community Vermutungen zum Unfallhergang, diese wurden jedoch nicht offiziell bestätigt. Das Seil habe sich aus bisher unbekannten Gründen um den Unterarm der Frau gewicket und die Hand abgerissen.

Hoher Sicherheitsstandard bei Rixen Cable

Der Hersteller Rixen hatte eine Stellungnahme zu dem schweren Unfall in Wien abgegeben und versichert, dass der Unfall keinerlei technische Gründe hatte, und dass die Anlage für Fahrer sicher sei. Bruno Rixen, Gründer des Unternehmens und Erfinder des Wakeboardliftes, erklärt, dass es auf 1,5 Milliarden gefahrenen Wasserki-KM und 6300 Betriebsjahren keinen vergleichbaren Fall gab.

Rixen gibt an, dass bei 1.5 Milliarden gefahrenen Wasserski-km und 6300 Betriebsjahren aller Rixen Bahnen bisher nie ein technischer Mangel Grund für eine Verletzung gewesen sei. Das ist 10x mal die Strecke von der Erde zu der Sonne. Es gibt kein Verkehrsmittel, dass bei solch einer Strecke mehr Sicherheit aufweisen kann. Dieser Unfall ist nicht mit technischem Fehler zu erklären. Zum Wasserski laufen braucht man eine Kraft von ca. 160 kg. Wenn die Leine bei weit geringeren Zugkräften des Läufers unverhofft abschnappen würde, könnte er sich beim Sturz an seinen eigenen Skiern verletzen.

Zudem treffen einander über 100 Seilbahn-Eigner zu einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch. Jeder muss dabei über eventuelle Beinahe-Unfälle berichten. Auf Sicherheit wird somit bei Rixen als auch bei diesem Sport viel geachtet.


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